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Spruce Meadows: Scott Brash gewinnt Rolex Grand Slam
Im kanadischen Spruce Meadows wurde dieses Wochenende Springsportgeschichte geschrieben. Der Brite Scott Brash ist der erste, der die Triple Crown des Springsports, den Rolex Grand Slam, gewinnen konnte.
Genf, Aachen und nun Spruce Meadows – wer einen dieser Großen Preise gewinnt, ist ein Held. Aber alle drei? So wie es nötig ist, um den Rolex Grand Slam zu gewinnen, die Triple Crown des Springsports? Den Millionen-Jackpot? Das schien beinahe unmöglich. Aber eben nur beinahe. Der Großverdiener des Springsports Scott Brash hat es geschafft. Und vor allem natürlich sein Pferd, der fantastische Belgier Hello Sanctos v. Quasimodo. Damit sind die beiden quasi über Nacht zu lebenden Legenden geworden.
 
Perl-Borg: Isabell Werth hat ein neues Spitzenpferd
Goldene Schleife Nummer vier konnte sich Isabell Werth heute bei der Peterhof Dressur Gala an die Kandare ihres Pferdes heften lassen. Eines Pferdes, dessen Auftreten in Perl zu großen Hoffnungen Anlass gibt …
Zwei Starts, zwei Siege – so lautet die beeindruckende Bilanz von Isabell Werths erst neunjährigen westfälischem Ehrenpreis-Sohn Emilio in der Special-Tour des CDI4* von Perl-Borg. Der Braune, der aus demselben Züchterhaus stammt und ein enger Verwandter zu Isabell Werths Olympiahoffnung Bella Rose ist, war im vergangenen Jahr noch Finalist des Nürnberger Burg-Pokals. Jetzt ging er seinen zweiten Special nahezu fehlerfrei und mit Höhepunkten. Isabell Werth war selig: „Unglaublich, der Wahnsinn und so entspannt, super! Die Art und Weise, mit der Emilio hier diese zwei Prüfungen absolviert hat, mehr oder weniger ohne Fehler, sehr konzentriert und das bei seinem ersten internationalen Auftritt, bei seinem zweiten Special überhaupt – das war nicht zu erwarten.“ Fazit: „Das war ein super Wochenende!“ Kein Wunder, hatte sie doch mit Don Johnson Grand Prix und Grand Prix Kür gewinnen können. Emilios Bewertung im Grand Prix Special: 76,745 Prozentpunkte. Ja, wir wissen, man kann so etwas eigentlich nicht miteinander vergleichen. Darum tun wir das auch gar nicht und merken nur an: Valegro und Charlotte Dujardin hatten in ihrem ersten internationalen Grand Prix Special 2011 in Vidauban 74,667 Prozent und im zweiten 73,396.

Deutsche Jugendmeisterschaften in Zeiskam: Von Routiniers und Überraschungen
Sowohl bei den Spring- als auch bei den Dressurreitern waren es mehrheitlich die „üblichen Verdächtigen“, die auch bei den Deutschen Meisterschaften der Nachwuchsreiter in Zeiskam ihre Klasse zeigten. Aber es gab auch Überraschungen.

SPRINGEN
So sahen die Pony-Springreiter mit Antonia Ercken auf Amacho eine neue Siegerin. Ohne einen einzigen Abwurf holte die Westfälin aus Herten sich überlegen die Goldmedaille vor der Konkurrenz aus dem Rheinland in Gestalt von Franziska Müller mit Leo (4,25) und Carla Schumacher auf Nabucco (8). Letztere musste allerdings um den Medaillenplatz stechen. Lisa Schulze Topphoff hatte auf Mentos Junior das Nachsehen und wurde Vierte.
Bei den Children bleiben alle drei Medaillenträger in den Wertungen strafpunktfrei, so dass auch hier die Entscheidung gegen die Uhr fallen musste. Am schnellsten unterwegs waren Beeke Carstensen und Venetzia. Dicht auf den Fersen war ihnen Michi Jung II., Calvin Böckmann mit seinem Springpferd Carvella Z. Piet Menke und Cesha reihten sich als Dritte ein.
Theresa Ripke und Calmado schafften es, ihren Titel bei den Junioren zu verteidigen. Mit 1,13 Strafpunkten verdrängten sie ihren Holsteiner Landsmann Jesse Luther auf Tibro hauchdünn auf den Silberrang (1,65). Bronze ging ins Rheinland, an Laura Hetzel auf Quanita (6,37).
Seinen Abschied von den Jungen Reitern versüßte Maurice Tebbel sich mit dem Deutschen Meister-Titel auf Chacco’s Son, der über die ganzen Tage nur 1,06 Fehler sammelte. Die Dauerrivalen Guido Klatte Jr., Sieger im U25-Springpokal in Aachen, und Maximilian Lill holten auf Qinghai und Granat Silber (4) und Bronze (5,65).

DRESSUR
Einen weiteren Doppelerfolg mit zwei Titeln feierte Semmieke Rothenberger auf dem Viereck. Mit Deinhard B holte sie ihren dritten Titel bei den Ponys, indem sie alle Wertungsprüfungen für sich entschied. Das nennt man dann wohl einen Ausstand nach Maß aus dem Ponysport. Silber sicherte sich Linda Erbe auf Dujardin B vor Semmiekes Cousine Nadine Krause im Sattel von Cyrill. Letztere hatte in der Kür die Bronzemedaille perfekt gemacht, nachdem die vorherigen beiden Wertungen an Lindas Zwillingsschwester Helen Erbe gegangen waren. Die wurde nun mit Dylight Vierte.
Bei den Junioren setzte Semmieke auf die Gribaldi-Tochter Geisha, mit der sie auch schon von der EM reich geschmückt heimgekehrt war. Die Entscheidung in dieser Altersklasse war eindeutig. Rothenberger und Geisha gewannen beide Wertungen und den Titel. Hannah Erbe und Carlos, Sieger der Kür bei den diesjährigen Europameisterschaften, wurden jeweils Zweite und hatten Silber so sicher. Ihre EM-Teamkollegin Paulina Holzknecht belegte mit Wells Fargo jeweils den dritten Platz und kletterte konsequenterweise aufs Bronze-Treppchen.
Eine andere Kür-Europameisterin wurde in Zeiskam auch Deutsche Meisterin, und zwar mit großem Abstand: Bianca Nowag auf Fair Play bei den Jungen Reitern. Das Rennen um Silber und Bronze war ein enges. Zu guter Letzt konnte Anna-Lisa Theile auf Ducati nach Platz vier in der ersten und Rang zwei in der zweiten Wertung zusammen mit der zweitbesten Kür Silber holen. Bronze ging an Claire-Louise Averkorn auf Condio B nach Platz fünf in der ersten und Rang vier in der zweiten Wertung, aber einer überzeugenden Kür. Anna-Christina Abbelen, die bei den Junioren alles gewonnen hatte, was es zu gewinnen gibt, und dieses Jahr ihre erste Junge Reiter-Saison erlebt, wurde mit Fürst on Tour Vierte nach Platz zwei in der ersten und Rang drei in der zweiten Wertung.
Der Liselott-Rheinberger-Nachwuchsförderpreis, der auf L-Niveau und Pferdewechsel im Finale ausgetragen wird, wurde zur Beute von Elisa Timmermann auf Drummont vor Vivien Lou Petermeier, Gewinnerin des Deutschen Pony-Derbys 2014, mit Fashion Freak und Isabelle Bottermann auf Valencia.